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Rote-Bete-Saft und Nitrate: Ausdauer, Zeitpunkt und Grenzen
Rote-Bete-Saft liefert Nitrat und kann bei manchen Ausdauerbelastungen helfen. Schnellere Zeiten oder einen Nutzen für alle garantiert er jedoch nicht.
DAS WESENTLICHE
Bevor es weitergeht.
Rote-Bete-Saft liefert Nitrat und kann bei manchen Ausdauerbelastungen helfen. Schnellere Zeiten oder einen Nutzen für alle garantiert er jedoch nicht.
Artikel lesenRote-Bete-Saft ist im Ausdauersport gefragt, weil er Nitrat liefert. Das kann bestimmte Messwerte unter Belastung beeinflussen, garantiert aber weder schnellere Zeiten noch denselben Nutzen für alle. Entscheidend ist der Unterschied zwischen einem plausiblen Wirkmechanismus, einem Laborergebnis und einem spürbaren Vorteil im Wettkampf.
Was Nitrate verändern können Nach der Aufnahme wird ein Teil des Nitrats über Nitrit zu Stickstoffmonoxid umgewandelt. Dieser Stoffwechselweg trägt zur Regulation der Blutgefäße bei und kann den Sauerstoffbedarf bei bestimmten Belastungen verändern. Das erklärt das Forschungsinteresse an Rote-Bete-Saft, belegt aber nicht, dass er automatisch die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) oder die sportliche Leistung steigert.
Wer könnte profitieren? Die Studien untersuchten aktive Erwachsene, trainierte Sportler und einige Spitzenathleten mit sehr unterschiedlichen Tests. Bei aktiven Freizeitsportlern zeigen sich positive Effekte beständiger als bei sehr gut trainierten Ausdauerathleten. Dieser Vergleich hängt jedoch vom Studienprotokoll und der Teilnehmerzahl ab. Ob jemand persönlich profitiert, lässt sich deshalb nicht vorhersagen. Rote-Bete-Saft ersetzt weder eine Mahlzeit noch eine zur Belastung passende Kohlenhydrat- und Flüssigkeitszufuhr. Siehe auch [Kohlenhydrate bei Ausdauerbelastung](/de/article/glucides-avant-pendant-apres-endurance-ajuster-apport-sans-exces), [Elektrolytgetränke und Natrium](/de/article/boissons-electrolytiques-utilite-sodium-sport) und [Koffein im Sport](/de/article/cafeine-performance-sportive-dose-timing-tolerance-risques).
Dosis und Zeitpunkt: Orientierung, keine Einnahmeempfehlung Studien zur kurzfristigen Wirkung sehen häufig eine Einnahme etwa 2 bis 3 Stunden vor der Belastung vor. Untersucht wurden unter anderem Mengen von etwa 5 bis 9 mmol Nitrat, entsprechend ungefähr 310 bis 560 mg. Dosierungen, Produkte und untersuchte Personengruppen lassen sich jedoch nicht beliebig vergleichen. Das Pulvergewicht oder die Saftmenge allein verrät nicht, wie viel Nitrat enthalten ist. Maßgeblich ist die angegebene Nitratmenge.
Werbeversprechen und Studienlage Die Behauptung, Rote Bete „versorge die Muskeln mit Sauerstoff“ oder „steigere die Leistung“, verkürzt die Studienlage, wenn Test und untersuchte Personengruppe unerwähnt bleiben. Einige Messwerte verbessern sich, andere nicht; die durchschnittlichen Effekte sind meist gering. Eine längere Belastungsdauer bis zur Erschöpfung bedeutet nicht automatisch eine schnellere Wettkampfzeit.
Wie du es realistisch testest Wähle eine gut vergleichbare Trainingseinheit, bei der wenig auf dem Spiel steht. Notiere Produkt und angegebenen Nitratgehalt und halte Mahlzeit, Koffeinzufuhr, Aufwärmen und Intensität möglichst gleich. Vergleiche mehrere Einheiten mit und ohne Produkt, statt dich auf einen einzelnen Eindruck zu verlassen. Zeigt sich kein wiederholbarer Unterschied, ist eine höhere Dosis nicht der folgerichtige nächste Schritt. Ein möglicher Nutzen ergänzt ausreichende Ernährung, sinnvolles Training, Schlaf und eine angepasste Flüssigkeitszufuhr. Kein Saft gleicht eine unzureichende Energieversorgung oder einen ungeeigneten Trainingsplan aus.
Ein sinnvoller Test im Training
Saft, Lebensmittel und standardisierte Produkte
Ein vernünftiges Fazit
Häufige Fragen ### Erhöht Rote-Bete-Saft die VO2max? Das lässt sich nicht allgemein behaupten. Manche Übersichtsarbeiten finden bei aktiven Erwachsenen kleine Effekte auf Messgrößen der aeroben Leistungsfähigkeit. Andere Ergebnisse zeigen keine eindeutige Verbesserung der VO2max.
Wann der Versuch wenig bringt
Quellen
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